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Peiner Nachrichten

Donnerstag,30. November 2006

Eindrücke aus Indien -

Land der Gegensätze

Diakon Miosga berichtet bei der KAB Lengede

 

Von Michael Kramer


 

"Demut, Geduld und Zufriedenheit, sind die wichtigsten Tugenden im indischen Leben", stellte Diakon Wolfgang Miosga gleich zu Beginn seines Lichtbildervortrags vor den Mitgliedern der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) in Lengede fest.

Nur so ließen sich auch die klaglos hingenommenen gravierenden sozialen Unterschiede mit bedrückenden Gegensätzen von Armut und Reichtum der eine Milliarde Inder erklären. Nach der hinduistischen Lehrmeinung gottgewollte Kasteneinteilung und damit auch selbst verschuldete Kastenzugehörigkeit, leben fast zweidrittel aller Inder, die Dalits, in der untersten, unreinen Schicht oft unter dem Existenzminimum und können nur auf eine bessere Widergeburt hoffen.

"Im Land der heiligen Kühe werden sie wie der letzte Dreck behandelt“ deshalb hat Miosga bei seinen zahlreichen Reisen mit Gruppen aus dem Peiner Land auch bewusst unattraktive Programmpunkte wie Armenstationen, Blindenschulen, Kranken-, Waisen- und Sterbehäuser angeboten.

Besonderen Eindruck haben dabei die „Schwestern der Nächstenliebe“ und die Arbeit der Nonnen von Mutter Theresa gemacht. Der Diakon hat die Verstorbene und die hohe Anerkennung ihres Ordens in Indien auf seinen Reisen noch kennen gelernt.

Die überschwängliche Gastfreundschaft und der Luxus in den Hotels sei dagegen oft bedrückend, gestand der katholische Reiseleiter, doch vom Tourismus lebe eine ganze Branche.

Ausdrucksstarke Bilder von Hochzeiten, Schulkindern, Fabrikarbeitern, Straßenmusikanten, Schlangenbeschwörern und Tänzern mit immer fröhlichen Gesichtern vermittelten einen leichten Eindruck des Lebens in Indien. Ein Hauch von Bollywood und dem zur Zeit in Deutschland gastierenden Musical mit bunter indischer Tanzkunst bei der KAB im Lengeder Gemeindezentrum.