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Aktuelles   vom BV  Hannover / Hildesheim


 

Bezirksversammlung 10.3.07
Neustadt /Poggenhagen
 

 

Im Gemeindesaal von St. Johannes, Poggenhagen (Filialkirche von St. Peter und Paul Neustadt) fanden sich in freundschaftlicher Atmosphäre die geladenen Gäste zur Jahrestagung unter einem anspruchsvollen Programm, das mit viel Aufmerksamkeit und Interesse „abgearbeitet“ wurde.

Nach der Begrüßung des Bezirks- und Ortsvorsitzenden Adolf Kummerhofe und einer geistlichen Einführung durch den Diözesansekretär Bruno Behr widmeten sich die Tagungsteilnehmer dem zweiteiligen Programm:

I           Leben und Arbeiten in einem sozialen EUROPA

II         Ah - sozial – dafür trete ich ein.

A.   Kummerhofe führte in seinem ausführlichen Referat in die Grundstrukturen der EU mit den speziellen Anliegen der KAB ein.

Die Union versteht sich nicht nur als eine politische und wirtschaftliche, sondern auch als eine Wertegemeinschaft, die die christlichen Wurzeln in der europäischen Geschichte nicht verleugnen sollte. Vielen Zeitgenossen erscheint die EU manchmal in ihrer umfassenden Regelungswut wie ein unregierbarer bürokratischer Apparat, der den nationalen gewachsenen Strukturen kaum gerecht zu werden scheint. Umso wichtiger ist es, dass die erklärten Kernprinzipien Solidarität und Gerechtigkeit immer wieder eingefordert bzw. umgesetzt werden.

Die KAB verfolgt in einem Leitantragantrag die Installation eines Europäischen Sozialmodells (Sozialcharta) und stellt folgende Forderungen an die Politik:

·        Arbeitslosigkeit überwinden (Beschäftigungsstrategie, qualitatives Wachstum, Arbeitszeitverkürzung)

·        Soziale Rechte einlösen (Mindestlohn [7,50 € für Deutschland], Chancengleichheit für Frauen, Ausbau der Mitbestimmungsrechte, Armutsbekämpfung)

·        Gerechte Steuern

·        „Gerechte“ Globalisierung (einheitliche Einwanderungspolitik, weltweite faire Handelsbeziehungen, Umweltförderung, EU-Verfassung [Präambel] mit christlichem Bezug)

 

„Als soziale und politische Bewegung setzt sich die KAB für politische Aktionsbündnisse zur Stärkung der Demokratie von unten in Europa ein… Die KAB will  `europäischer´ werden…

Deutschland ist unsere Heimat. Europa ist unsere Zukunft.“

Der Vortrag des Referenten wurde immer wieder durch konstruktive und auch kritische Diskussionsbeiträge aufgelockert. Das Thema nahm den gesamten Vormittag in Anspruch. In der Mittagspause gab es einen lebhaften Gedankenaustausch (über Europa, Gott und die Welt – der KAB).

 

Den 2. Programmteil stellten Andreas Hippe (stellv. Diözesanvorsitzender) und Bruno Behr (Diözesansekretär) vor: die aktuelle Werbeinitiative der KAB Deutschland; Erläuterungen zum Organisationsaufbau und Zielsetzungen des Verbandes.

Schwerpunkte: die moderne Gesellschaft muss sozial und gerecht sein.

Zielsetzung der Werbeaktion: Stabilisierung der KAB-Mitgliederzahl und Anwerbung von Neumitgliedern. Erfolgreich kann die Initiative nur sein, wenn engagierte Mitglieder dauerhaft mitmachen, ein klares Ziel vorgegeben, die strategische Planung stimmig ist, Ressourcen (Zeit und Finanzen) ausgeschöpft werden können und attraktives Werbematerial zur Verfügung steht. Letzteres wurde in mehrfachen Varianten vorgestellt und zur Verwendung empfohlen.

Die gesamte Aktion steht unter dem Motto: Lasst euch nicht verarmen.

 

In einem 3. Programmteil teilten sich die Tagungsteilnehmer in 2 Gruppen auf, um die beiden Themenschwerpunkte zu erörtern und im darauffolgenden Plenum Anregungen und Ansichten vorzutragen.

 

Der lebhafte Gedankenaustausch wurde mit einer Andacht in der Kirche abgerundet und man ging mit Ratschlägen und wohl auch einigen Sorgen (was die Zukunft der KAB anbetrifft) auseinander.

(von Klaus Baumgarten)