KAB Bundesverbandstag: Auftrag zum Aufbruch



 

 


Krefeld,26. Mai 2017.
Mit großer Mehrheit sind Andreas Luttmer-Bensmann und Maria Etl auf dem 16. KAB-Bundesverbandstag in Krefeld zum neuen Bundesvorstand der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands (KAB) gewählt worden. Der ehemalige Osnabrücker KAB-Diözesansekretär aus Bramsche, der den katholischen Sozial- und Berufsverband gemeinsam mit der aus Österreich stammenden Maria Etl führen wird, will den Verband neu aufstellen und zukunftsfähig gestalten.

Maria Etl aus dem österreichischen Neusiedl am See wurde mit 77 Prozent zur KAB-Bundesvorsitzende gewählt. Damit hat der Verband wieder eine paritätisch besetzte Bundesleitung.

Der neue Bundesvorstand der KAB

Mit dem deutlichen Votum von über 90 Prozent der Delegierten sieht sich Luttmer-Bensmann beauftragt, dem katholischen Verband mit bundesweit 100.000 Mitgliedern ein klares Profil als Bildungsbewegung und als Bewegung für soziale Gerechtigkeit zu geben. „Um dies umzusetzen, sind wir alle gefordert“, appellierte er an die Delegierten aus den Diözesen diesen Prozess zu unterstützen.

Auch gewählt, der neue Aufsichtsrat:
(v.li.: Peter Klement, Brigitte Lehmann, Georg Obermeyer, Susanne Schönwälder, Marga Hundenborn)

Zuvor hatte der Verbandstag mit einer Zweidrittel-Mehrheit eine neue Satzung beschlossen, die den Verband strukturell neu aufstellt. „Wir müssen jetzt“, so Luttmer-Bensmann, „das umsetzen, was wir beschlossen haben“. Mit den neuen Strukturen will der katholische Sozialverband seine Kampagnenfähigkeit bundesweit stärken, um ausgehend von seinem christlichen Selbstverständnis für einen sozial gerechten Umbau der Gesellschaft einzubringen.

Inhaltlich setzt die neu gewählte Maria Etl wichtige Akzente. „Wir müssen die Zukunft der Arbeit neu und menschenwürdig gestalten. Dies muss mit dem Blick auf Nachhaltigkeit und einer stärkeren Verteilungsgerechtigkeit geschehen“, mahnt Etl.

Bilder vom 1. Tag des Bundesverbandstages

Grußworte zum Bundesverbandstag - KAB gibt dem Evangelium ein Gesicht

Krefeld, 26, Mai 2017. Der KAB-Leitantrag „Arbeit. Macht. Sinn.“ kommt angesichts des grundlegenden Wandels in der Welt der Arbeit eine „besondere Bedeutung zu“, unterstrich Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles. In einem Grußwort an die Frauen und Männer zum seit heute laufenden Bundesverbandstag der KAB betont die Ministerin, dass es „in unseren Händen liegt, ob wir die Digitalisierung dazu nutzen, die Arbeit der Zukunft im Sinne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu gestalten.“  

DGB-Chef Rainer Hoffmann geht direkt auf den Leitantrag der KAB ein. „Ohne das Menschen ihre Arbeitsbedingungen mitgestalten und mitbestimmen, ohne dass sie über ihre Arbeitszeiten und Weiterbildung souverän mitentscheiden können, macht Arbeit keinen Sinn.“ Arbeit beinhalte, so Hoffmann, einen Eigenwert, der weit über die Bezahlung hinausreicht. Die neue Technologie führe nicht zwangsläufig zu besseren Arbeitsbedingungen oder gar der Humanisierung der Arbeit. So assoziiere der Titel des Leitantrages nach Aussage des Präsidenten des  Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Prof. Thomas Sternberg, die „Sinnhaftigkeit des eigenen Tuns“.

CDA-Bundesvorsitzender und Staatssekretär Karl-Josef Laumann (re.) ist Gast auf dem laufenden Bundesverbandstag

Kardinal  Marx: KAB hält soziale Frage wach

Die Koordinaten von Arbeit, Industrie und Wirtschaft haben sich in den letzten Jahren gravierend verändert. Weitere tiefgreifende Umbrüche zeichnen sich ab, meint der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Reinhard Kardinal Marx. „Sie, die Mitglieder der KAB, geben durch Ihre Präsenz in der Arbeitswelt dem Evangelium  ein Gesicht und halten auch in der Kirche selbst die soziale Frage wach“, so der Münchener Erzbischof. 

Bundespräses Johannes Stein und Bundesvorsitzender Andreas Luttmer-Bensmann haben heute den KAB-Bundesverbandstag eröffnet


Eine Spaltung fürchtet auch der SPD-Vorsitzende und Kanzlerkandidat Martin Schulz. „Gegenwärtig sehen wir, wie die Gruppen gegeneinander ausgespielt werden und die Solidarität in unserer Gesellschaft bedroht ist. Schulz sieht deshalb die KAB als wichtigen Unterstützer im Kampf für soziale Gerechtigkeit.

Mit 2/3 Mehrheit wurde am Abend die neue Satzung der KAB Deutschlands verabschiedet

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