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Interview Kreller

Fragen und Antworten mit Hannes Kreller zu den Sozialwahlen 2017

kab-online: Die Sozialwahlen 2017 rücken allmählich näher. Wie ist der Stand in den Vorbereitungen?

Hannes Kreller: Die Vorschlagslisten wurden bei der Rentenversicherung, den Krankenkassen und den Berufsgenossenschaften eingereicht. Die Wahlausschüsse der Sozialversicherungsträger haben getagt. Alle Vorschläge der ACA wurden zugelassen. Jetzt können wir intensiv in die Wahlwerbung einsteigen.

kab-online: 
Welche wichtigen Termine gibt es noch bis zu den Wahlen?

Kreller: Alle sind eingeladen zur Auftaktveranstaltung am 20.1.2017, nach Frankfurt. Wir diskutieren die Bedeutung und Zukunft der sozialen Selbstverwaltung mit  Vertreter*innen der Bundestagsparteien und werden in Frankfurt an der Liebfrauenkirche eine öffentliche Aktion starten. Es wird sicherlich interessant und kreativ.
Die genauen Infos finden Sie hier

kab-online: Warum sollte ich wählen?

Kreller: Die Mitglieder in den Arbeitervereinen haben Solidarkassen gegründet und selbst verwaltet. Diese Selbstverwaltung hat sich bis heute weiterentwickelt. Das Recht wird durch die Politik festgelegt, die Verwaltung durch die Versicherten wahrgenommen. Dieses Recht wollen wir uns nicht nehmen lassen. 
Damit ist es den Versicherten möglich Widerspruchsverfahren zuerst selbst zu klären oder durch die ehrenamtlichen Versichertenberater der Rentenversicherung die Versicherten bei den Rentenanträgen zu unterstützen. Für diese ehrenamtlichen Aufgaben kann sich jeder Versicherte bei der KAB bewerben.   

kab-online: Wie und wann wird gewählt? 

Kreller: Die Wahlen finden als Briefwahl statt. In der Zeit vom 10.4.17 bis zum 31.5.17 kommen die Wahlunterlagen direkt zu den Versicherten. Zu Hause können die Unterlagen ausgefüllt werden. Wir bitten alle, sich an den Wahlen zu beteiligen und insbesondere ältere Bürger bei  der Rücksendung der Unterlagen zu unterstützen. 

kab-online: Bei welchen Sozialversicherungsträgern werden „Urwahlen“ stattfinden?

Kreller:  Die Verbände KAB, Kolping und der Bundesverband evangelischer Arbeitnehmerorganisationen (BVEA) stehen gemeinsam  an zur Wahl bei 

* der Deutschen Rentenversicherung Bund

* der DAK – Gesundheit

* der Techniker Krankenkasse 

* der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau

Jede Stimme zählt!

kab-online: Wo werden sogenannte „Friedenswahlen“ stattfinden?

Kreller: Im Vorfeld der großen Wahlen haben sich die Arbeitnehmerorganisationen bei einzelnen Sozialversicherungsträgern auf eine Mandatsverteilung bereits geeinigt. Die Vereinbarungen liegen vor für: 

* die Krankenkasse IKK-Classic

* die Bundesinnungskrankenkasse  Gesundheit

* die Verwaltungsberufsgenossenschaft

* die Berufsgenossenschaft für Gesundheit und Wohlfahrtspflege 

* die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe

In Verbindung mit den Friedenswahlen bei den regionalen AOK`en und den regionalen Rentenversicherungsträgern ist die ACA bei über 20 Trägern der Sozialversicherungen aktiv. Eine große Verantwortung für die politische Vertretungsarbeit von KAB, Kolping und BVEA. 

kab-online: Wer ist wahlberechtigt?

Kreller: Bei der Sozialwahl dürfen Versicherte und Rentner der Deutschen Rentenversicherung Bund und Mitglieder der Krankenkassen wählen, die am 1. Januar 2017 das 16. Lebensjahr vollendet haben.

kab-online: Welche Kandidaten können gewählt werden?

Kreller: Versicherte kandidieren bei der Sozialwahl. Sie sind Experten in eigener Sache. Sie werden nicht einzeln gewählt, sondern sie treten gemeinsam in Listen an. Die Zusammenstellung der Liste übernehmen die einzelnen Organisationen, d.h. KAB, Kolping und BVEA. Die drei Organisationen treten in einer Liste unter einem Listennamen an: 

*Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Deutschlands

* Kolpingwerk Deutschlands

* Bundesverband evangelischer Arbeitnehmerorganisationen (BVEA) 

Was kosten die Sozialwahlen?

Portokosten sind bei der Briefwahl der größte Kostenfaktor. Weitere Kosten entstehen für die Produktion der Wahlunterlagen sowie für Information und Aufklärung über die Sozialwahl. Bei der letzten Sozialwahl 2011 lagen die Kosten pro Wahlberechtigten unter einem Euro.

kab-online: Werden sich viele Versicherte beteiligen? 

Kreller: Bei den letzten Wahlen haben sich ca. 30 % der Wahlberechtigten beteiligt. Wir wünschen uns, dass die Wahlbeteiligung steigt. Dafür setzen wir uns ein. Dafür werben wir! Drei Verbände –dreifach christlich – einfach menschlich. 

kab-online: Wie sind die Chancen für die ACA?

Kreller: Wir hoffen, dass wir unsere Stimmenanteile bei den „Urwahlen“ steigern können. Bei den letzten Wahlen haben die Verbände durchschnittlich ca. 5% der Stimmen erreicht. Unsere Wahlergebnisse sind ausbaufähig! Wir werben um jede Stimme! Wir bauen auf die Unterstützung unserer KAB Mitglieder.

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