KAB Diözesanverband Hildesheim

Eirich: Wider der Gleichgültigkeit gegenüber Flüchtlingen

„Es zeugt von einer großen Gleichgültigkeit, wenn immer noch Boote mit Menschen im Mittelmeer oder im Ärmelkanal untergehen und Menschen ertrinken“, kritisiert Bundespräses Stefan Eirich zum Internationalen Tag der Migranten und Flüchtlinge am 18. Dezember.

Es darf nicht hingenommen werden, so Eirich, dass Menschen, die wegen Armut, Hunger und Gewalt ihre Heimat, ihr Land verlassen, um zu überleben, dann an den Grenzen Europas zu Tode kommen.

Integration: Aufnahmeverfahren beschleunigen

KAB Deutschlands appelliert daher am Internationalen Tag der Migranten und Flüchtlinge an die neue Bundesregierung in der Flüchtlingspolitik Europa neu aufzustellen. „Europa braucht keine Mauern an seinen Grenzen und darf keine Festung werden, sondern muss sich als wichtiger Akteur der globalen Verantwortung stellen“, so Bundespräses Eirich. Die KAB fordert eine europäische Migrationspolitik, die sich an der Menschenwürde orientiert. Ziel müsse es ein, legale Zugangswege nach Europa zu schaffen, statt mit der Schließung der Grenzen, das Leben der Flüchtlinge, die meist alles aufgegeben haben, zu gefährden. „Europa muss seine humanen Werte und sozialen Ansprüche an den Grenzen beweisen“, so Eirich.

Gleichzeitig setzt sich die KAB für eine Integrationspolitik ein, die mit beschleunigten Anerkennungsverfahren, den Migrantinnen und Migranten schneller Perspektiven in der Arbeitswelt eröffnet und so die Integration beschleunigt. Umgekehrt muss die Bundesregierung und die Europäische Union durch faire Handelsabkommen und strenge Kontrollen der Lieferketten verhindern, dass Ausbeutung und Armut in den Ländern des Südens weiter zunehmen und somit Menschen Perspektiven nehmen, ein Auskommen für sich und ihre Familien zu erwirtschaften. Das jetzige Lieferkettengesetz könne nur ein erster Schritt sein.

Botschaft der Weltbewegung Christlicher Arbeitnehmer (WBCA) "Nie die Hoffnung aufgeben"

Europa muss seine sozialen und humanen Werte global und an seinen Grenzen unter Beweis stellen. Foto: Rabbe

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